Kirchen-Patrozinien des hl. Eligius in der Diözese Trier erfaßt von Wilhelm Jöntgen/Wittlich, 1978
54657 Badem 1908
54578 Basberg 1846
Flasdorf in französisch Lothringen 1782
54662 Herforst 1688
66917 Labach, Filiale v. Reisbach-Saar 18 Jh.
54338 Longen 1495 v. Mehring
54570 Mürlenbach 1484 ( 2. Patron)
54673 Neuerburg, ehemalige Hospitalkapelle 1430
54439 Rommelfangen 1569 ?
54597 Saarbrücken-Burbach, St. Eligus
54597 Schlausenbach
66333 Völklingen, St. Eligius 1730
           siehe Literatur: Festschrift der Gemeinde von 1973
54457 Wincheringen 1624 (2. Patron)

DER HEILIGE ELIGIUS
Der hl. Eligius ist nicht als Märtyrer gestorben aber es gab nach seinem Tode viele Menschen im weiten Gebiet des Frankenreichs, die sein Hinscheiden als einen Verlust empfanden.Den meisten, die ihn gekannt hatten, erschien er als ein Vorbild. So entstand aus dem ganz natürlichen Totengedächtnis eine Verehrung, die umso stärker zunahm, wie seine Tätigkeit im Leben nach seinem Tode umso mehr idealisiert wurde.Seine in berühmten Kirchen sichtbar bleibenden Werke seiner Hand werden mit dazu beigetragen haben. So wurde er ein Vorbild für alle, die mit Metallarbeiten schlechthin zu tun hatten.Da galt Eligius als Vorbild für alle Metallverarbeiter, sogar für die Metallgießer, die Kunstwerker selbstverständlich und keineswegs zuletzt für alle, die mit Münzen zu tun hatten. Als die Handwerker sich in Zünften und Innungen als Institutionen zusammenschlossen, galt ihnen Eligius als Ideal und schließlich als Schutzpatron weit über die Grenzen des Frankenreichs hinaus, soweit das Christentum sich ausbreitete.

Er wurde ein Volksheiliger.

Dieser Aufstieg zum Schutzpatron und Heiligen ist gleichzeitig eine Geschichte der Kunst und der Kultur und des Wunderglaubens im Mittelalter bis zur Neuzeit.

Man findet Darstellungen ds hl. Eligius fast in jeder dritten katholischen Kirche. Das hängt damit zusammen, dass die Zünfte der Schmiede, Schlosser, Goldschmiede und andere schließlich aller Bauhandwerker Wert darauf legten, ihren Schutzpatron in ihrer Ortskirche vorzufinden, dabei manchmal auch als Zeugnis ihren Beitrag zum Bau oder Instandhaltung dieser Kirche. Als Kirchenpatron, als Schutzheiligen einer Ortskirche dagegen findet man Eligius seltener. Als Einzelbeispiel stellvertretend für viele andere sei hier eine Übersicht über Eligius als Kirchenpatron in der Diözese Trier (Rheinland-Pfalz) geboten.

Zum früheren Erzbistum Trier gehörten bekanntlich die Suffragan-Bistümer Metz, Toul und Verdun. Diese Aufgliederung entstand aus Voraussetzungen merowingischer Zeit. Aber das Kirchenpatronat des hl. Eligius tritt erst seit dem 15. Jh. auf, seitdem sich das Zunftleben entwickelt hat.
Auszugsweise aufgelistet von Werner Fischer Stand Juni 2008

 

Eligius-Kirche 
Ihm wurde die neobarocke Völklinger Kirche gewidmet.
Erbaut hat sie der Mainzer Dombaumeister Ludwig Becker 1912/1913. Die Kirche steht in der Rathausstraße und wird bestimmt durch ihren interessanten Turm.

Katholische Kirchengemeinde St. Eligius
Bergstr. 58
6000 Saarbrücken 5 Burbach
siehe auch Literatur dort Festschrift von 9.7.86


Italien

Kirchen, die dem hl. Eligius gewidmet sind

ROM

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